“Matreier Liste setzt auf Teamgeist”

Geschrieben von am 11. Februar 2016

Bericht dolomitenstadt.at vom 5. Feber 2016

„Demokratie versus Alleinherrschaft“ als Mantra der Opposition.

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Zum erwarteten Bürgeraufmarsch gegen die Macht des Matreier „Alleinherrschers“ Andreas Köll wurde am 4. Februar die Präsentation der Matreier Liste im Kessler Stadl, der bis auf den letzten Platz mit 34 Listenmitgliedern und Sympathisanten gefüllt war. Wenig überraschend wird der Tierarzt und Hotelier Bernd Hradecky die Opposition in den Wahlkampf führen. Er kandidiert auch als Bürgermeister und hat auf den vorderen Rängen durchwegs kampferprobte Mitstreiterinnen und Mitstreiter der letzten sechs Jahre an seiner Seite.

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„Finanzlage massiv verzerrt“, Matrei vor Zwangsverwaltung

Geschrieben von am 19. Mai 2015

Bericht aus der Tiroler Tageszeitung vom 16. Mai 2015 von Peter Nindler:

Vernichtender Finanzbericht liegt vor und wurde Gemeinderat präsentiert. Matrei in Osttirol

Matrei i. O. – Schon seit Jahren sorgt die flächenmäßig zweitgrößte Gemeinde Tirols, die 4700 Einwohner zählende Marktgemeinde Matrei in Osttirol, für finanzielle Diskussionen. Aber bisher perlte noch jede Kritik an der Finanzgebarung Matreis an ÖVP-Bürgermeister und Bundesrat Andreas Köll ab. Ein Prüfbericht der Bezirkshauptmannschaft/BH Lienz war 2012 ein erster Schuss vor den Bug. Wie sich jetzt herausstellt, hat sich seit damals nicht viel geändert. Im Gegenteil: Es gibt keine Verbesserung der Liquidität und Haushaltsführung. Eine neuerliche Gebarungsanalyse, datiert mit 25. Februar 2015, birgt jetzt allerdings Zündstoff.

Gestern Abend kam es deshalb in der BH Lienz zu einer Krisensitzung. Bezirkshauptfrau Olga Reisner und die Leiterin der Gemeindeabteilung in der Landesregierung, Christine Salcher, präsentierten dem gesamten Gemeinderat unter Andreas Köll den Bericht. Die kommissarische Verwaltung der Gemeinde steht nicht nur im Raum, sondern wird ernsthaft überlegt. Denn wie im Bericht angeführt, erfolgte in Matrei über Jahre eine „massive Verzerrung bzw. Verschleierung der tatsächlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Marktgemeinde“. Aufgrund der erhobenen Daten der Bezirkshauptmannschaft sei Matrei als voll- bzw. überschuldet zu bezeichnen.

Während Köll nach wie vor die Situation als nicht gravierend bezeichnet, Rache aus Innsbruck wegen seiner Natura-2000-Kritik ortet und versucht die aufgezeigten Mängel zu entkräften, sehen es die Gemeinderevisoren völlig anders. Sie nennen auch den Grund, warum die Finanzprobleme Matreis immer kleingeredet werden: „Insbesondere muss darauf hingewiesen werden, dass durch eine nicht den Vorschriften entsprechende Verbuchung von einmaligen Einnahmen als laufende Einnahmen bzw. von laufenden Ausgaben als einmalige Ausgaben seit Jahren eine Fehlzuordnung in der Buchhaltung und dadurch eine systematische Verbesserung der Finanzdarstellung durch die Marktgemeinde erfolgt.“ Der Verschuldungsgrad konnte deshalb massiv geringer dargestellt werden, anstelle von Abgängen erzeugte die Gemeindeführung „systemische Überschüsse“, lautet die geharnischte Kritik. In Zahlen heißt das: Statt des vom Gemeinderat beschlossenen Überschusses von 25.644 Euro errechnete die BH etwa für 2012 einen tatsächlichen Abgang von 684.000 Euro.

Verschärft wird die Finanzsituation durch „nicht rechtmäßig eingebuchte Einnahmenrückstände“ von 1,28 Millionen Euro wie vorgezogene Tiwag-Entschädigungen oder Kanalanschlussgebühren. Gleichzeitig ist Matrei bei Zahlungsverpflichtungen mit nicht weniger als 2,255 Mio. Euro im Rückstand. Darunter fallen offene Rechnungen an Lieferanten von 676.594 Euro und Transferzahlungen an das Land Tirol von 675.000 Euro.

Wegen der hohen Zahlungsrückstände und -stockungen wurden die Girokonten erneut massiv überzogen. Dafür fehlen jedoch die Genehmigungen der Aufsichtsbehörde, weil auch die Bedeckung nicht gesichert ist. Eigentlich sollten die Überziehungen auf 530.000 Euro reduziert werden, doch im Februar 2015 wies der Kontostand wieder ein Minus von 2,208 Mio. Euro auf. Fazit der Prüfer: Die seinerzeit auferlegten behördlichen Zielvorgaben seien bei Weitem nicht erreicht worden.

Insgesamt ergeben die Überziehungen (Kontokorrentkredite), fälligen Einnahmenrückstände und offenen Zahlungsverpflichtungen einen Fehlbetrag in der Gemeindekasse von 3,35 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten betragen bei einem Jahresbudget von 13 Mio. Euro rund 41 Millionen. Die Opposition „Matreier Liste“ von Bernd Hradecky forderte bereits Konsequenzen und eine Verwaltung der Gemeinde, damit sie wieder auf die Beine kommt.

BM Köll kann jetzt eine schriftliche Stellungnahme zum Prüfbericht abgeben, danach werden BH und Land Tirol über die kommissarische Verwaltung entscheiden. Viel Handlungsspielraum haben sie nicht, angesichts der verpufften Empfehlungen und Aufforderungen an die Gemeinde aus dem Jahr 2012.

Osttiroler mucken gegen Bürgermeister auf

Geschrieben von am 18. September 2014

Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 14.09.2014 – von Peter Nindler

Natura 2000 – Osttiroler mucken gegen Bürgermeister auf

Jetzt regt sich erstmals in Osttirol selbst massiver politischer Widerstand gegen die Natura-2000-Politik der mächtigen Iseltaler Bürgermeister.

Matrei in Osttirol – Am Donnerstag versuchte Landeshauptmannstellvertreter und Energiereferent Josef Geisler (VP) mit den betroffenen Bürgermeistern der Iseltalregion eine Einigung über die bevorstehende Natura-2000-Schutzgebietsausweisung zu finden. An der oberen Isel, am Kalser Bach sowie an der Schwarzach (Defereggental) dürften Schutzgebiete ausgewiesen werden, um den Lebensraum des Ufergewächs „Deutsche Tamariske“ zu erhalten. Die EU hatte Österreich zur Nachnominierung aufgefordert. Am Montag hält Umweltreferentin LHStv. Ingrid Felipe zum selben Thema einen Sprechtag in Matrei in Osttirol ab. Ungeachtet dessen machen die Bürgermeister erneut mobil. Sie fürchten um ihre Kraftwerkspläne. Den ganzen Beitrag lesen »

ORF berichtet über Natura 2000

Geschrieben von am 21. Juli 2014

Am Dienstag, 22. Juli 2014, ist das Flusssystem Isel Thema in der Sendung “Report” auf ORF 2 um 21:05 Uhr.

Ein Kamerateam war am Samstag in Osttirol, drehte vor Ort und und interviewte Isel-Initiativen sowie Bürgermeister.

Bernd Hradecky und Regina Köll waren als Fürsprecher für Isel und Tauernbach dabei.