Was zu erwarten war, geschah: In typischer Vielschreibermanier versucht Bgm. Dr. Köll den Blick auf die Tatsachen zu den ungesetzlichen Kontoüberziehung der Gemeinde Matrei zu vernebeln. In der Tiroler Tageszeitung wird er zitiert und in einem Artikel von www.dolomitenstadt.at lässt er wörtlich ausrichten:

“Für die Zwischenfinanzierungen über Kontokorrentkredite liegen nicht nur jeweils entsprechende Gemeinderatsbeschlüsse vor, sondern hat der Gemeinderat auch beschlossen, dafür jeweils um aufsichtsbehördliche Genehmigung anzusuchen. Die Beschlüsse des Matreier Gemeinderates sind daher nachweislich nicht gesetzwidrig und muss jedenfalls bei den Kontokorrentkrediten die jeweilige Entscheidung über die aufsichtsbehördliche Genehmigung abgewartet werden. Die Gemeindeaufsichtsbehörde hat einen derartigen Kontokorrentkredit zuletzt in den Jahren 2003 bis 2007 in einem Ausmaß von 1.816.800,– Euro genehmigt.”

Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass laut Kölls eigenen Worten die Aufsichtsbehörde bis 2007 eine Kontoüberziehung für 1,8 Millionen Euro genehmigte. Heute haben wir das Jahr 2012 und nicht 2007 und die Konten sind nicht mit 1,8 Millionen sondern mehr als 4,4 Millionen Euro überzogen!

Köll schreibt weiters selbst „….muss jedenfalls bei den Kontokorrentkrediten die jeweilige Entscheidung über die aufsichtsbehördliche Genehmigung abgewartet werden.“ Wo ist denn heute die dafür erforderliche aufsichtsbehördliche Genehmigung? Nirgends!

Schließlich: Hat Köll die Entscheidung der Behörde abgewartet bevor er die Kontoüberziehungen tätigte? Nein, sonst wären die Konten ja nicht überzogen!

Fazit: Die Fakten sind unumstößlich, die Kontoüberziehungen sind illegal, das ändern auch noch so viele Worte des Dr. Köll nicht.